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 Greenville und Estebans Castle

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esteban

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BeitragThema: Greenville und Estebans Castle   Mi Sep 21, 2011 4:30 pm

Esteban begann seinen Tag so wie jeden anderen auch. Er aß die Reste der Vorräte als Frühstück und machte danach einen Rundgang in der Burg. Er kannte jeden Winkel des riesigen Gemäuers auswendig und sorgte dafür, dass nichts ohne sein Wissen passierte. Dank seiner Vorfahren die eine riesige Bibliothek angelegt hatten konnte er einige Geräte bauen die zwar nicht so effizient waren wie jene aus den Bücher allerdings war er durchaus in der Lage Energie zu erzeugen. Er dachte sich immer wenn sein Vorfahr sehen könnte was aus seiner mühsam gebauten Burg wurde würde er ihn als Geist heimsuchen. Nicht das er an Geister oder irgendetwas anders was er nicht sehen konnte glaubte. Überall waren Kabel, Geräte oder andere umgebaute Bereiche, von außen sah man nur die Auffälligen Windräder die an fast jeder freien Stelle gebaut waren. Die wenigstens wussten für was sie waren geschweige denn wie sie funktionieren. Durch die gewonnene Energie betrieb er Hauptsächlich seine Forschungen und Experimente aber auch den Elektrischen Zaun der bis jetzt jeden Neugierigen Raider abgehalten hatte.

Als er sich sicher war das alles so ist wie es sein sollte machte er sich zu seinem Täglichen Besuch nach Greenville auf. Hauptsächlich weil er nach dem Rechten schauen musste aber er tat es eigentlich damit er nicht zu alleine war. Im Dorf angekommen redete er mit dem Meisten Leuten und brachte sich so aufs Laufende. Zum Mittag ging er wie immer ins Wirtshaus um zu essen, aber auch um die ernsten Themen mit dem Wirtshausbesitzer und Bürgermeister zu bereden. Also über Raider Sichtungen, defekte Verteidigungsanlagen oder anderweitig defekte und benötigte Geräte die er reparieren sollte. Er erinnerte auch den Bürgermeister, dass wenn jemand ins Dorf käme und nach Esteban fragen sollte sie ihm sagen sollen das er hier warten sollte und sie den Knopf auf dem „komischen“ Gerät drücken sollten damit er wusste das jemand für ihn hier ist. Nach dem er fertig gegessen hatte und alles wichtige besprochen war machte sich Esteban wieder auf den Rückweg und verbrachte den Restlichen Tag mit Experimenten.


Zuletzt von esteban am Mi Sep 21, 2011 10:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shanaha

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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Di Okt 04, 2011 5:38 pm

Die unbarmherzige Sonne brannte auf Shanaha hinab, während sie sich aus dem Schutz ihrer gewohnten Umgebung herauswagte und sich immer weiter der unberechenbaren Zivilisation näherte. Das olivgrünes Shirt der jungen Frau war zerrissen und dreckverkrustet, ebenso wie ihre Haut. Trotz der Hitze hatte sie ein Tuch um ihren Kopf gewickelt. Außerhalb der Schatten der Bäume würde dieser bald zu schmerzen anfangen, das wusste Shanaha aus Erfahrung. Der Wasserschlauch, der sich in ihrem Rucksack befand, war schon seit dem Morgengrauen leer, und der Durst brannte in ihrer Kehle. Dennoch ließ sie sich nicht beirren. Schnellen Schrittes eilte sie auf das Dorf zu und verspürte das unvergleichliche Ziehen in ihrer Brust, das sich ihrer immer dann bemächtigte, wenn sie sich ihrem Ziel nahe fühlte. Und sie fühlte sich ihm nahe. Näher als je.
Sleet. Der Name pulsierte in ihrem Kopf. Sleet.
Wilde, dunkle Freude durchströmte sie, als sie sich vorstellte, wie die Köpfe rollen und das Blut spritzen würde.

Eine Ansammlung von Häusern hob sich nun immer klarer vom weiten Horizont ab. Shanaha atmete tief ein. Die Leute spürten, dass sie anders war. Sie spürten es jedes Mal. Tiere beobachteten die Braunhaarige nie so; mit einem starren Blick, der irgendetwas aussagte, das nicht gut war. Shanaha konnte es nicht benennen, doch sie erinnerte sich, dass es anderen ein schlechtes Gefühl vermitteln sollte, wenn man sie so intensiv ansah. Sie würde einfach zurückstarren.
"Verwirr deine Gegner", so lautete die Devise. Wie die bunt gemusterten Flügel jener seltenen Insekten, die Shanaha schlicht 'Farbenflatter' nannte. Diese dienten auch zur Verwirrung. Die Vögel wären irritiert und würden sich mit Würmern und anderer Beute begnügen.
Shanaha hatte nicht vor, zur Beute zu werden.

Schließlich hatte sie das Dorf erreicht. Die ersten Häuser empfingen sie mit kalter Gleichgültigkeit, die leeren Fensteröffnungen schienen wie stille Zeugen ihrer Anwesenheit auf sie hinabzublicken. Dann kamen sie hervor. Die anderen. Die Menschen. Sie gingen irgendwelchen Tätigkeiten nach, die Shanaha unglaublich sinnlos erschienen, und schenkten ihr kaum Beachtung.
Sie wollen mich hier nicht, dachte sie grimmig.
Ihre erste Aufgabe war es, einen Ort zu finden, wo die Menschen redeten. Doch sie musste vorsichtig sein. Anscheinend war es nicht klug, all zu offen über Sleet zu reden. Man hatte sie gewarnt.
Während ihrer wenigen Aufenthalte in menschlichen Siedlungen hatte sie gelernt, dass ein gewisser Platz immer eine große Anzahl von Leuten beherbergte. Shanaha wusste nicht, wie man diese Plätze nannte, aber die Dorfbewohner trafen sich dort, tauschten Neuigkeiten aus und tranken seltsames Wasser, das einen ganz wirr im Kopf machte und eigentlich nicht wie Wasser schmeckte oder aussah. Shanaha mochte es nicht. Zudem hatte sie herausgefunden, dass man in besagten Häusern auch übernachten konnte, was sie wohl oder übel tun würde müssen.
Es dauerte nicht lang, da hatte Shanaha auch schon eines dieser Gebäude gefunden. Es war nicht schwer zu erkennen - unverkennbarer Lärm und Gelächter drangen bis hinaus auf die Gasse. Mit einem neuerlichen tiefen Atemzug richtete sie sich zu ihrer vollen Größe auf und betrat den belebten Raum.
Es war stickig. Die abgestandene Luft war durchzogen von Gerüchen unterschiedlicher Art und Herkunft. Alles in allem roch es aber einfach nach Mensch. In dem halbdunklen Zimmer waren scheinbar planlos einige Tische verteilt worden, an denen Leute saßen und sich unterhielten, ihren Hunger stillten, oder lediglich an mit jener seltsamen Flüssigkeit gefüllten Krügen nippten.
Los geht's, dachte sie und ging auf den Mann zu, der hinter einigen Tresen stand und Getränke austeilte.


Zuletzt von Shanaha am Di Nov 29, 2011 9:24 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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celestic
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Do Okt 06, 2011 9:00 pm

"Was willst du, Mädchen?" Der Wirt, Lom Callagan, war ein breitschultriger, ernster Mann mit breiten Gesichtszügen. Als er sie ansprach, verstummten allmählich die Geräusche in dem Raum, und die Aufmerksamkeit wandte sich Shanaha zu, die, wie jetzt klar wurde, eine Fremde war. Als sie einen Moment lang um Worte rang, meinte er: "Nun, eigentlich kann mans dir ja ansehen. Hier, der Becher geht aufs Haus. Aber nur der Inhalt, klar? Bins leid, die Dinger immer neu schnitzen zu müssen, wenn du verstehst was ich meine?" Verkniffen lächelnd reichte er ihr einen Becher voll Selbstgebranntem.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 07, 2011 2:18 pm

Leicht verwirrt nahm Shanaha das Getränk entgegen.
Der Becher geht aufs Haus. Was sollte das nun schon wieder bedeuten? Shanaha erinnerte sich, dass die Leute nicht immer alles genauso meinten, wie sie es sagten, aber wie sollte sie dies einschätzen? Sie beschloss, es einfach zu ignorieren.
Langsam nahm sie den Becher entgegen. Hoffentlich enthielt er nicht die bittere Flüssigkeit, die einen unangenehmen Nachgeschmack im Mund hinterließ. Ohne ihre dunkle Vorahnung zu überprüfen, musterte sie den Raum. Wann würden die Menschen um sie herum endlich aufhören, zu starren? Sie fühlte sich unwohl und blickte zurück, in fremde, misstrauische Augenpaare, bis jedes von ihnen sich abwandte und erneut ein sanft plätschernder Geräuschpegel erscholl. Schließlich drehte sie sich wieder um und lehnte sich näher zu dem Fremden, der ihr das Getränk überreicht hatte.
"Ich suche jemanden. Kannst du mir dabei helfen?", fragte sie mit gesenkter Stimme. Man hatte ihr zu verstehen gegeben, über dieses Thema nicht in aller Öffentlichkeit zu sprechen.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 07, 2011 5:59 pm

"Mal sehn, Mädchen, um wen geht es denn?"
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 08, 2011 9:01 am

Sie senkte ihre Stimme noch weiter, sodass sie über das Gewirr aus Gesprächen um sie herum kaum noch zu vernehmen war, und bedeutete dem Wirt, seinerseits näher zu kommen. Mit einem schmutzigen, zerschundenen Arm stützte sie sich an der Theke ab.
Der gute Wille ihres Gegenübers würde nun den Verlauf ihrer Mission bestimmen. Sie konnte nur hoffen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte, ihn anzusprechen. Doch er hatte sie angelächelt, und das taten Menschen, wenn sie einander freundlich gesinnt war. Er würde sie nicht zurückweisen. Hoffentlich.
"Es geht um einen Mann namens Hieronymus Sleet.", erklärte sie angespannt.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 08, 2011 2:17 pm

Lom Callagan wurde bleich. "Kenne ich nicht. Und jetzt entschuldige, ich habe Gäste." Mit diesen Worten wandte er sich von ihr ab und gesellte sich zu drei an einem Tisch sitzenden Männern, die ihn daraufhin leicht fragend ansahen.

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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   So Okt 09, 2011 6:13 pm

Enttäuscht ballte Shanaha die Fäuste. So nah war sie an ihrem Ziel, und dennoch schien es weiter entfernt als je. Wie sollte sie jemanden finden, der Sleet kannte? So groß war dieses Dorf nicht, und eigentlich erstaunte es sie, dass der Mann ihr nicht weiterhelfen konnte. In ihrer Heimat war ihr jedes Gesicht geläufig gewesen.
Da ihre Kehle noch immer vor Durst brannte, nahm sie schließlich einen Schluck aus dem hölzernen Becher. Der Inhalt schmeckte widerlich, erfüllte jedoch seinen Zweck. Sie drehte sich um und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Theke, jede Person im Raum musternd, als könnte allein das Aussehen der Menschen etwas über ihre Gedanken aussagen. Fast jeder befand sich in Gesellschaft, und es dauerte eine Weile, bis sie den einsam an einem Tisch sitzenden Mann entdeckte, der sich im Schatten seiner Kapuze verbarg. Entschlossen ging sie auf ihn zu. Wenn jemand reden würde, dann jemand, der alleine war.
Als sie sich auf dem Stuhl ihm gegenüber niederließ, hob er überrascht den Kopf und sah sie an. Seine Augen waren trüb.
Er ist blind, dachte Shanaha erschüttert.
"Ich brauche deine Hilfe.", sagte sie.
"Hoffentlich kann ich sie dir gewähren.", murmelte der Fremde.
"Ich suche Hieronymus Sleet."
Diesmal war es offensichtlich. Entsetzt zuckte der Blinde zusammen.
"Wenn du einen guten Rat von mir haben willst, dann lass dir eines gesagt sein: Halt dich von diesem Mann fern. Was auch immer du von ihm willst, vergiss es. Und erwähne hier besser nie wieder seinen Namen." Seine Stimme war drängend und und seine Worte schnell wie Pistolenschüsse.
Verärgert erhob sich Shanaha, zog ihr Kopftuch hinunter und stellte sich in die Mitte des Raums.
"Ich suche Hieronymus Sleet. Wer mir weiterhelfen kann, soll sich bei mir melden. Ich kann bezahlen.", rief sie laut und deutlich.


Zuletzt von Shanaha am Mi Nov 27, 2013 8:45 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Di Okt 11, 2011 5:35 am

Er wurde totenstill in der Taverne. Shanaha sah den Wirt resignierend den Kopf schütteln. Nach einigen Augenblicken erhob sich ein Mann und rhäusperte sich. "Ich kann dich zu Sleet bringen, Kleine. Dürfte sich nur um ein paar Tage handeln. Über die Bezahlung reden wir später. Übrigens, ich bin der Fletcher." Schmierig grinste Fletcher Shanaha an. Er war eher klein und schmächtig, jedoch schien er intelligent. Sein breites Grinsen machte seine Gedanken undurchschaubar. Aber das war egal - er würde ihr helfen!

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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Di Okt 11, 2011 8:21 pm

Shanahas Herz fing an zu pochen. Eine Spur, endlich eine Spur! Vor ihrem inneren Auge blitzen Gesichter auf, kalte, harte Augen und grimmige Münder. Sie stellte sich vor, wie sie jedem einzelnen den Schädel spalten, die Haut abziehen, und die Augäpfel herausstechen würde.
"Gut." Sie nickte. "Ich brauche nur ausreichend Versorgung für den Weg, dann kann es losgehen."


Zuletzt von Shanaha am Di Nov 29, 2011 9:20 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Di Okt 11, 2011 9:17 pm

Fletcher machte eine linkische Verbeugung. "Keine Sorge, ich kümmere mich um alles. Schlaf dich aus, Mädchen, morgen früh brechen wir auf." Der schmächtige Mann grinste Shanaha noch einmal an, dann machte er rasche Schritte in Richtung Ausgang, wo er sich noch einmal umdrehte, als ob er noch etwas sagen wollte; dann aber drehte er sich in sich hinein lächelnd wieder um und verließ Callagans Bar.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Do Okt 13, 2011 7:31 am

Shanaha sah dem seltsamen Mann nach. Nach einigen Herzschlägen wurde ihr bewusst, dass sie immer noch jeder im Raum anstarrte. Diese Menschen waren wohl nicht weniger seltsam.
Obwohl sie sich unwohl fühlte, drehte sie sich um und ging zurück zu dem Mann hinter der Theke.
"Ich brauche ein Bett.", erklärte sie ihm. Ihre Stimme durchschnitt die Stille wie eine Klinge menschliches Fleisch.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Do Okt 13, 2011 11:45 am

Wer schon einmal als Chirurg gearbeitet hat weiß, dass der erste Schnitt immer der Schwierigste ist. So ging es nun auch Shanaha. Sie hatte eine lange Reise hinter sich, um hier mit Desinteresse und Irritation behandelt zu werden. Aber sie war stur geblieben, und endlich ergaben sich die Dinge. Während sie auf ihr Zimmer geführt wurde, dachte sie noch einmal an Fletcher, mit dessen Hilfe sie diese Odyssee hoffentlich bald beenden konnte. Nur wenige Tage. Schon so nah...
Kaum hatte Shanaha sich auf das unwirklich weiche Bett gelegt, war sie eingeschlafen.
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esteban

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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 15, 2011 5:59 pm

Es ist schon wieder passiert, mit diesem Gedanken wachte Esteban über seinen Unterlagen auf. Er hatte drei Tage durchgehen an seiner neusten Idee gearbeitet und war an Erschöpfung eingeschlafen. Sofort sah er sich seine Unterlagen an, aber das Problem konnte er auch nach fast einem Tag schlaf nicht gleich löse. Es war mitten in der Nacht und er wusste nicht was er jetzt machen sollte also ging er ins Dorf wo immer auch in der Nacht irgendjemand wach war und mit ihm reden wollte.

Als er im Dorf angekommen war hörte er, dass eine sonderbare Frau namens Shanaha nach jemandem namens Sleet gefragt hatte. Die Dorfbewohner erzählten ihm immer alles, aber niemand wollte ihm sagen was es mit diesem Sleet auf sich hatte. Jedoch erzählten sie ihm genau was in der Taverne passiert war und Esteban wusste das alles was mit Fletcher zu tun hatte nie gut für seine „Geschäftspartner“ ausging also begab er sich in der Taverne und frage auf welchem Zimmer Shanaha war. Nach einem bösen Blick bekam er die gewünschte Antwort gefolgt von einem „sie hätte mich sonst nicht in Ruhe gelassen“ murmeln.

Esteban wusste, dass es unhöflich war jemanden zu wecken nur um der Person ein paar Fragen zu stellen, aber er musste es einfach machen. So ging er zu Shanahas Zimmer und klopfte an. Nach kurzer Zeit wurde die Tür geöffnet und Esteban stellte sich vor und erzählte warum er hier war. Und fragte dann was es mit Sleet auf sich hatte und warum sie ausgerechnet Fletcher vertraute.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 15, 2011 7:16 pm

Unsicher stand Shanaha in der Mitte des Zimmers und beäugte den fremden Mann, der mitten in der Nacht bei ihr aufgetaucht und sich ihr unter dem Namen "Esteban" vorgestellt hatte. Er war der erste Mensch seit einer Ewigkeit, der sich ihr scheinbar aus eigenem Interesse genähert hatte und nicht, weil sie ihn zu einer Konversation gezwungen hatte. Das war seltsam.
"Vertrauen?", fragte sie und überging die Frage nach Sleet. "Wer sagt, dass ich ihm vertraue? Und wieso sollte ich ihm denn nicht vertrauen?"
Was wollte dieser Mann von ihr? Wieso sprach er mit ihr? Sollte sie mit ihm sprechen? Shanaha war heillos verwirrt.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 15, 2011 7:38 pm

Esteban merkte sofort das Shanaha sichtlich verwirrt war und nicht wusste was sie mit seinem Auftreten machen sollte. Ihm fiel nur einfach nicht ein wie er sein Interesse erklären sollte. „Als erstes sollte ich mich entschuldigen für mein Auftreten“ versuchte er möglichst freundlich zu sagen. „Vertrauen ist vielleicht übertreiben gesagt aber sie folgen ihm und dazu müssen sie vertrauen das er sie an ihr Ziel führt“. „Der Eigentliche Grund warum ich hier bin ist, dass ich glaube, dass dieser Sleet ihnen etwas Schreckliches angetan hat und ich kenne dieses Gefühl, also möchte ich sie zu Sleet begleiten.“ Er hoffte das das nicht noch komischer klingt und sie darauf eingeht, da er wirklich nur helfen will.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 15, 2011 8:13 pm

Shanaha ging in ihrem Zimmer auf und ab und überlegte, wie sie Esteban antworten sollte. Dabei fiel ihr Blick auf die Kerze, die unberührt auf der Kommode stand. Wieso man sie wohl hier platziert hatte? Kalt war es in dieser Jahreszeit wahrlich nicht.
Verärgert riss sie sich zusammen und konzentrierte sich auf das Wesentliche. Sie kannte diesen Esteban nicht, doch er durfte sie nicht zu Sleet begleiten. Niemand, der ihn für bedrohlich hielt, durfte das. Es könnte die gesamte Mission gefährden, und nichts, gar nichts, durfte ihr jetzt, wo sie endlich eine Spur gefunden hatte, nach Jahren des einsamen Umherziehens, in die Quere kommen. Alles, was ihre Aufgabe negativ beeinträchtigen könnte, war ein Hindernis, das es aus dem Weg zu räumen galt.
"Nein! Sleet hat mir überhaupt nichts angetan! Ich brauche nur Informationen von ihm, nichts weiter. Ich benötige keinen Schutz vor ihm. Von niemandem. Und Fletcher ist immerhin der einzige, der angeboten hat, mich zu Sleet zu führen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu vertrauen."
Shanaha setzte ihren unruhigen Gang fort. Auf der anderen Seite - hatte Esteban nicht soeben angeboten, sie zu Sleet zu führen? Vielleicht war es klüger, mit ihm dorthin zu gehen. Er schien ein netter Mann zu sein.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 21, 2011 6:08 pm

„Ich hätte einen Vorschlag, ich werde euch beide morgen begleiten mich aber im Hintergrund halten, wenn alles normal verläuft war ich einfach nur da, ich möchte nur nicht das jemand durch Fletcher in Gefahr kommt.“ Esteban hoffte sehr das Shanaha sich damit begnügen wird um sie vor möglichem Schaden zu bewahren da alles was mit Fletcher zu tun hatte gefährlich ist….
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 21, 2011 10:24 pm

Shanaha zuckte mit den Achseln.
"Ich brauche nur jemanden, der mir den Weg zeigt. Ob wir zu zweit oder zu dritt sind, ist mir egal."
Solange mir dann niemand in die Quere kommt, fügte sie in Gedanken hinzu.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 21, 2011 11:35 pm

Esteban nahm sich auch ein Zimmer, weil es sich nicht mehr auszahlte in seine Burg hinauf zu gehen. Er schlief schnell ein, wie eigentlich immer. Am nächsten Morgen stand er früher als er müsste auf und ging hinunter um dort auf Shanaha und Fletcher zu warten.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 22, 2011 7:50 am

Heute geht es endlich los.
Shanaha hatte schlecht geschlafen, wie sie es immer tat, wenn sie in menschlichen Siedlungen übernachtete. Die Nervosität, die sich ihrer bemächtigt hatte, und die ungewohnte Umgebung hatten ihr zugesetzt. Oder waren es die flüchtigen Erinnerungen, die das Bett und die Kommode in ihr hervorriefen, und gleich einer schattenhaften Präsenz aus der Vergangenheit im Raum zu verharren schienen?
Shanaha wusste es nicht, doch sie war froh, als den Himmel draußen erste Fäden des Sonnenlichts durchzogen und sie das Zimmer verlassen konnte.
Als sie unten angekommen war, wartete dort bereits der Mann von gestern Abend auf sie. Esteban heißt er, entsann sie sich. Als er sie bemerkte, nickte sie ihm zu und gesellte sich zu ihm.
"Wie viele Tage werden wir brauchen, um zu Sleet zu gelangen?", erkundigte sie sich.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   So Okt 23, 2011 6:25 pm

Esteban freute sich das Shanaha sich zu ihm gesellte und nicht irgendwo anders im Raum blieb. Auf die Frage wie viele Tage sie brauchen werden wusste er keine genaue Antwort. „Genau weiß ich es nicht, aber ich schätze es wird ungefähr einen Tag dauern, Fletcher wird es genauer wissen und ich werde dafür sorgen das er diese Information auch mit uns teilt,“ antwortete Esteban mit einem Unterton aus dem deutlich zu hören war das er Fletcher nicht mochte.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Di Okt 25, 2011 8:48 pm

"Gut.", meinte Shanaha nur.
Es gab nicht viel zu sagen in diesem Moment. Vielleicht aber lag es auch nur an ihr, die sie nicht wusste, wie sie die Stille verdrängen sollte. Sie hatte noch nie gut mit Menschen umgehen können. Außerdem sollte sie ja eigentlich nicht mit Fremden sprechen, doch leider war ihr das nicht mehr möglich. Alle waren Fremde. Und, so ungern sie das auch zugab, sie brauchte andere Menschen. Ohne deren Wissen war ihre Mission zum Scheitern verurteilt.
Nachdem sie schweigend das Essen verschlungen hatte, das ihr der Mann hinter der Theke gebracht hatte, wurde sie langsam ungeduldig. Wo blieb Fletcher?
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Fr Okt 28, 2011 5:35 am

Nachdem die beiden eine weitere halbe Stunde gewartet hatten, betrat schließlich ein fröhlich grinsender Fletcher Callagans Bar und rief "Guten Morgen allseits!", was von den anwesenden Einheimischen mit gereizten Kommentaren quittiert wurden. Unbeirrt schritt er schnell auf Shanaha zu und versuchte ihre Hand für einen Handkuss zu ergreifen.
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BeitragThema: Re: Greenville und Estebans Castle   Sa Okt 29, 2011 4:37 pm

Nach scheinbar nicht verstreichen wollenden Momenten voller unangenehmer Stille betrat Fletcher endlich den Raum.
Sie begrüßte auch ihn mit einem knappen Nicken, doch plötzlich trat er auf sie zu und ergriff ihre Hand. Reflexartig packte sie sein Handgelenk und verdrehte ihm den Arm, sodass der schmächtige Mann gezwungen war, in die Knie zu gehen.
"Schon gut!", rief dieser. "Schon gut!"
Shanaha ließ ihn los und wich ein paar Schritte zurück, um sich gegebenenfalls verteidigen zu können, doch offenbar hatte Fletcher nicht vor, sie anzugreifen. Er rieb sich grummelnd den Oberarm und musterte wütend die wenigen Anwesenden im Raum, die die Situation angespannt beobachtet hatten. "Was glotzt ihr so? Schert euch um euren eigenen Kram, ihr sensationsgeilen Wichtigtuer!", rief Fletcher. Augenblicklich wandten sich alle Köpfe ab.
"Na los, wir haben einen weiten Weg vor uns.", richtete der Mann das Wort an Shanaha und Esteban.
"Dann gehen wir endlich.", entgegnete sie und marschierte auf die Tür zu.


Zuletzt von Shanaha am Di Nov 29, 2011 9:16 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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